Neue AVMD-Richtlinie in Kraft getreten – Evolution statt Revolution

Am 19. Dezember 2018 ist die novellierte Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVDM-Richtlinie) in Kraft getreten. Mit den neuen Regelungen soll die ursprünglich aus der Fernsehwelt stammende Richtlinie der fortschreitenden technischen und inhaltlichen Medienkonvergenz in der Europäischen Union angepasst werden. Bis zum 19. September 2020 bleibt den Mitgliedsstaaten nun Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Welche Neuerungen bei der Umsetzung zu beachten sind und, ob es dem europäischen Gesetzgeber gelungen ist, ein “level-playing-field” zu schaffen, kann dem Beitrag von Stefan Engels und Michael Stulz-Herrnstadt auf FAZ.net entnommen werden – dieser ist hier abrufbar.

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Gaming Team ranked tier 1 in Legal 500 Germany

DLA Piper’s gaming team is ranked tier 1 by Legal 500 in Germany 2019. Partners Dr. Michael Stulz-Herrnstadt and Dr. Kai Tumbrägel as well as Senior Associate Christoph Engelmann among others are highlighted by name.

The just recently published handbook outlines the following in the “Media” section: “The team at DLA Piper, comprising four partners, is ‘excessively competent and creative, thinks out of the box and can also go off the beaten track’.”

Legal 500 further mentions that the firm “together with Michael Stulz-Herrnstadt and Senior Associate Christoph Engelmann, is ‘one of the top addresses for gaming law in Germany’”.

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Erstes Millionenbußgeld wegen DSGVO-Verstößen verhängt

Die fränzösische Datenschutzaufsichtsbehörde, die CNIL (Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés), hat am 21. Januar 2019 gegen die Google LLC in den USA ein Bußgeld in Höhe von € 50 Millionen wegen mehrer mutmaßlicher Verstöße gegen die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verhängt. Die CNIL wirft Google Verstöße gegen Transparenz- und Informationspflichten sowie Verarbeitung personenbezogener ohne Rechtgrundlage vor. Es handelt sich hierbei nicht nur um das erste bislang bekanntgewordene Bußgeld in Millionenhöhe, sondern auch das erste klar umsatzbasierte Bußgeld, da auch die Schwelle von € 20 Million in Artikel 83 Abs. 5 DSGVO überschritten wurde (Informationen zu bisherigen Bußgeldern finden Sie hier). Lesen Sie hier eine Einschätzung unserer französischen Kollegen: FRANCE: A NEW PHASE IN EUROPEAN PRIVACY LAW ENFORCEMENT – CNIL FINED GOOGLE LLC 50 MILLION EUROS!

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Webinar: DSGVO in der Praxis

Don’t Panic – Gute Verteidigung lohnt sich

Bußgelder in Millionenhöhe, abmontierte Klingelschilder und Unternehmen im Datenschutzstress – was ist daraus geworden? Darüber wollen wir mit Ihnen in unserem Webinar am 19. Februar 2019 sprechen. Sie hören erste Erfahrungen zum Umgang mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) durch Behörden und Gerichte, lernen typische Gefahren und Fallstricke kennen und sind damit den erforderlichen Schritt voraus.

Ein besonderer Schwerpunkt werden die Regelungen zu Ordnungswidrigkeiten sein, die Bußgelder in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des Vorjahresumsatzes vorsehen. Dabei lassen wir Experten aus den Bereichen Datenschutz, Wettbewerbsrecht sowie Regulierung und Prozessführung zur Sprache kommen, um einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der Verteidigung gegen den Vorwurf von Datenschutzverstößen zu ermöglichen.

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Markenmodernisierungsgesetz tritt am 14. Januar 2019 in Kraft

Am 14. Januar 2019 wird das Markenrechtsmodernisierungsgesetz (“MaMoG”) in Kraft treten, welches das Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen (“MarkenG”) teilweise ändert. Das Markenrechtsmodernisierungsgesetz soll die Vorgaben der neugefassten Markenrechtsrichtlinie (2015/2436/EU) vom 16. Dezember 2015 in deutsches Recht umsetzen und die Harmonisierung innerhalb der Europäischen Union intensivieren sowie die Rechte der Markeninhaber stärken.

English Summary

On 14th January 2019 the German Trademark Law Modernization Act (MaMoG) will come into force. It provides for changes to the German Trademark Act (MarkenG). The MaMoG implements the requirements of the new Trademark Directive (2015/2436/EU) of 16th December 2015 into German law and shall intensify harmonization within the European Union and increase the protection of rights of trademark owners.

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Beitrag von Jan Spittka in GRUR-Prax

Können Wettbewerber wegen DS-GVO-Verstößen abmahnen?

Nach verschiedenen divergierenden Gerichtsentscheidungen (dagegen Landgericht Bochum, Urteil vom 7.8.2018, Az. I-12 O 85/18 und Landgericht Wiesbaden, Urteil vom  5.11.‌2018, Az. 5 O 214/18; dafür Langgericht Würzburg, Beschluss vom 13.8.2018, Az. 11 O 1741/18 UWG und Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 25.10.2018, Az. 3 U 66/17) beschäftigt diese Frage derzeit die Datenschutz- und Wettbewerbsrechtler.

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“Bekömmliches” Bier? – Unzulässige Werbeaussagen für alkoholische Getränke

Alkoholische Getränke unterliegen den besonderen Vorschriften für gesundheits- und nährwertbezogene Angaben. Im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln sind gesundheitsbezogene Angaben (sog. health claims) bei Getränken mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol verboten. Eine Brauerei bewarb ihr Bier als “bekömmlich”, woraufhin ein Verbraucherschutzverband gerichtlich gegen die Werbung vorging. Der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil v. 17. Mai 2018 – I ZR 252/16) entschied, dass Artikel 4 Abs. 3 (a) der sog. Health-Claims-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006) sowohl auf die Etikettierung als auch die Werbung Anwendung findet. Zudem sei “bekömmlich” so zu verstehen, dass das Bier als gesund und ohne negative Auswirkungen für den Konsumenten angepriesen wird. Der durchschnittliche Verbraucher würde den Slogan nicht nur als Aussage zum Geschmack des Bieres verstehen. Folglich wurde die Werbung als unzulässig bewertet.

English Summary

 Advertisements for beverages containing alcohol are subject to special provisions regulating health and nutrition claims. In contrast to advertisement for other foods, health claims are forbidden on beverages with more than 1,2% volume of alcohol. A brewery promoted its beer with the claim “bekömmlich” (digestible, wholesome), which was brought before the Germany courts by a consumer protection association. The Federal Supreme Court (BGH, judgment of 17 Mai 2018 – I ZR 252/16) decided that Article 4 (3)(a) of the so-called Health Claims Regulation (Regulation (EC) No 1924/2006) applies to product labels as well advertisements. Furthermore, the word “bekömmlich” is to be interpreted as claiming that the beer is healthy and has no negative effect on the consumer. The average consumer would not understand the claim only to relate to the taste of the beer, but also to “conducive and easy to digest”. Thus, the advertisement was considered unlawful.

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“YouTube” to “uploaded” – Haftung von Hosting-Plattformen vor dem EuGH

In zwei Verfahren betreffend die Haftung von Hosting-Plattformbetreibern für urheberrechtsverletzende Inhalte strebt der BGH (Bundesgerichtshof, Az. I ZR 140/15 und I ZR 53/17) die Beantwortung inhaltlich ähnlicher Vorlagefragen durch den EuGH (Gerichtshof der Europäischen Union) an. Im Zentrum steht die Klärung des Begriffs der “öffentlichen Wiedergabe” im Sinne der Urheberrechtsrichtlinie und des Anwendungsbereichs des Hosterprivilegs der E-Commerce Richtlinie durch den EuGH.

English Summary

In two proceedings dealing with the liability of hosting platform operators for copyright infringing content, the German Federal Supreme Court (BGH, docket nos. I ZR 140/15 and I ZR 53/17) seeks to have answered various fundamental questions. At its core lies the clarification by the Court of Justice of the European Union (CJEU) of the concept of “communication to the public” within the meaning of the Copyright Directive (2001/29/EC) and the scope of the liability exemption for host-providers of the E-Commerce Directive (2000/31/EC).

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Erste Gerichtsentscheidung zu immateriellem Schadensersatz nach der DSGVO

Von Jan Spittka und Salome Peters Das Amtsgericht Diez (Schlussurteil vom 07.11.18, Aktenzeichen 8 C 130/18) hat als erstes deutsches Gericht eine Entscheidung zu immateriellem Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO getroffen. Im Kern ging es um die Frage der Angemessenheit eines Schadenersatzanspruches wegen einer einzelnen, gegen Vorschriften der DSGVO verstoßenden, E-Mail. Germany: First court decision on claim for immaterial damages under GDPR  The Local Court (Amtsgericht) Diez (in a final decision dated 7 …

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Europäischer Datenschutzausschuss veröffentlicht Orientierungshilfe zum räumlichen Anwendungsbereich der DSGVO

Der Europäische Datenschutzausschuß (EDSA), das Koordinations-Gremium der Datenschutzaufsichtsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten, hat endlich die lange erwartete Orientierungshilfe zum räumlichen Anwendungsbereich der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zur öffentlichen Konsultation veröffentlicht.  Der EDSA befasst sich mit der Auslegung des Art. 3 DSGVO, insbesondere in Fällen der Verarbeitung außerhalb der EU/EWR-Mitgliedstaaten (sog. Drittstaaten). Lesen Sie hier eine erste Einschätzung durch das DLA Piper EU Data Protection Team. The European Data Protection Board (EDPB), the coordination body for the data protection authorities of …

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Datenschutzaufsicht in Baden-Württemberg verhängt erstes Bussgeld nach DS-GVO

Von Jan Spittka und Andreas Rüdiger Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI) hat als erste deutsche Datenschutz Aufsichtsbehörde ein Bußgeld nach der DS-GVO verhängt. Das Bußgeld in Höhe von € 20.000 sanktioniert den Verstoß eines Social-Media-Unternehmens gegen seine Pflicht zur Gewährleistung der Datensicherheit gemäß Art. 32 Abs. 1 Buchst. a DS-GVO (Plicht zur Pseudonymisierung und Verschlüsselung personenbezogener Daten). English Summary: The State Commissioner for Data Protection and Freedom of Information Baden-Wuerttemberg (LfDI) was …

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DSK zum Thema der Verarbeitung personenbezogener Daten für Zwecke der Direktwerbung

Von Verena Grentzenberg, Jan Spittka, Katharina Pauls und Salome Peters Die Datenschutzkonferenz (DSK), das Koordinationsgremium der deutschen Datenschutzbehörden, hat eine neue Orientierungshilfe zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten für Zwecke der Direktwerbung unter Geltung der DSGVO veröffentlicht. In dieser wird unter anderem auf den Begriff der Werbung, die Zulässigkeit des Profiling und die Anwendbarkeit des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) im Rahmen der datenschutzrechtlichen Interessenabwägung eingegangen. Außerdem enthält das Papier Ausführungen zu Informationspflichten und den …

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BVerfG: Verletzung der prozessualen Waffengleichheit im Presserecht

Von Verena Haisch und Lennart Elsaß Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Praxis der Zivilgerichte, im Bereich des Presserechts einstweilige Verfügungen regelmäßig ohne Anhörung der Gegenseite zu erlassen, gegen das verfassungsrechtlich geschützte Recht auf prozessuale Waffengleichheit verstößt (Beschlüsse vom 30. September 2018, Az.: 1 BvR 1783/17, 1 BvR 2421/17). The Federal Constitutional Court has ruled that the practice of the civil courts of issuing interim injunctions in the area of the press law regularly without …

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Neues E-Commerce Gesetz in China zum 1. Januar 2019

von Gabriele Engels, LL.M. und Julia Martens Am 1. Januar 2019 wird das lang erwartete, neue chinesische E-Commerce Gesetz in Kraft treten. Es definiert E-Commerce als Geschäftstätigkeit bei der in Informationsnetzen wie dem Internet Waren verkauft oder Dienstleistungen erbracht werden. Das Gesetz umfasst eine Vielzahl von bereits bestehenden Rechtsgrundsätzen und versucht, alle im Rahmen des elektronischen Geschäftsverkehrs auftretenden Fragen wie Cybersicherheit, Privatsphäre und Datenschutz, Verbraucherschutz, Online-Werbung, Geschäftslizenzen und Steuern, Standardvertragsform, E-Signatur etc. zu behandeln. Mehrere …

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Beitrag von Verena Haisch in GRUR-Prax

Es ist zwar bekannt, dass der Schutz der Privat- oder sogar Intimsphäre dann eingeschränkt sein kann, wenn jemand sich entschließt, Informationen aus diesen Bereichen selbst öffentlich zu machen. Aber welche Auswirkungen das mediale Vorverhalten eines Betroffenen wirklich hat, in welchem Umfang und bzgl. welcher Informationen der persönlichkeitsrechtliche Schutz eingeschränkt wird – diese Fragen sind ständig Gegenstand (gerichtlicher) Auseinandersetzungen, meist zwischen Prominenten und den Medien. Das Urteil des BGH sorgt jetzt für etwas mehr Klarheit: Es …

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